{"id":38938,"date":"2016-05-09T22:14:33","date_gmt":"2016-05-09T21:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/sale\/frequently-asked-questions\/"},"modified":"2018-04-29T01:49:29","modified_gmt":"2018-04-29T00:49:29","slug":"haeufig-gestellte-fragen-exploration-45","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/haeufig-gestellte-fragen-exploration-45\/","title":{"rendered":"FAQ-H\u00e4ufig gestellte Fragen"},"content":{"rendered":"<p class=\"description\"><a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/about-us\/the-team\/#JimmyCornell\">Jimmy Cornell<\/a> beantwortet Fragen \u00fcber <a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/about-aventura\/\">Aventura IV<\/a> Konzept, speziellen Features und extra Ausstattung<\/p>\n<p class=\"box\"><em>Aventura IV<\/em> is an <em>Exploration 45<\/em>, a revolutionary long distance cruising yacht built by <em>Garcia Yachting<\/em> to Jimmy\u2019s own specifications.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Betrachten Sie ihr neues Boot als das ideale oder gar perfekte Fahrtenboot?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Ich m\u00f6chte betonen, dass das Boot, welches ich im Kopf hatte, als ich meine neueste <em>Aventura <\/em>konzipiert habe, nicht das grunds\u00e4tzlich \u201eideale\u201c Fahrtenboot werden sollte, sondern lediglich das Boot, welches meinem eigenen Ideal am n\u00e4chsten kommen w\u00fcrde. Als ich die Ergebnisse meiner aktuellsten Umfrage zu diesem Thema betrachtete, kam ich Zu folgendem Schluss:<\/p>\n<p><em>Am Ende meiner umfangreichen Umfrage zu diesem Thema war ich gezwungen zuzugeben, dass ein Boot f\u00fcr einen Segler das ideale Boot darstellen kann und gleichzeitig f\u00fcr einen anderen weit entfernt von ideal oder sogar g\u00e4nzlich ungeeignet sein kann. Dennoch hoffe ich, dass meine neue Aventura auch nahe an das Ideal anderer herankommt, so wie sie nahe an meinem ist.<\/em><\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Sie haben dieses Ideal \u00fcber viele Jahre hinweg verfolgt. K\u00f6nnen Sie genauer darlegen, worum es sich bei den einzelnen Umfragen unter Fahrtenseglern zu diesem Thema handelt?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Meine allererste Umfrage zum Design von Fahrtenbooten erhob ich 1978 mit 50 Langstreckenseglern, welche ich in Fiji interviewt habe.<\/p>\n<p>Weiter Umfragen folgten. Ich war so interessiert an diesem Thema und entschlossen herauszufinden, was die essentiellen Merkmale eines Bootes waren, wenn man es denn ganz vom Anfang an mitkreieren k\u00f6nnte, dass ich 1986 die 200 Skipper, die bei der ersten ARC teilgenommen haben, eine Umfrage namens \u201eDas ideale Fahrtenboot\u201c habe ausf\u00fcllen lassen. Es war nicht wirklich \u00fcberraschend, dass die Antworten stark voneinander abwichen. Danach f\u00fchlte ich mich als w\u00e4re ich weiter weg von meinem Ziel als zuvor.<\/p>\n<p>In verschiedenen weiteren Umfragen bin ich immer wieder auf das Thema zur\u00fcckgekommen. Die beiden relevantesten dabei waren die \u201eGlobal Cruising Survey\u201c Umfrage, welche mir als Basis f\u00fcr mein Buch <em>World Cruising Essentials<\/em> (USA) bzw. <em>World Cruising Survey<\/em> (UK), diente und die \u201eVoyage Planning Survey\u201c, welche ich 2011 als Teil meiner Recherchen f\u00fcr mein Buch <em>T\u00f6rnplanung Weltweit<\/em>.<\/p>\n<p>Daher basiert das Gesamtkonzept meiner neuen <em>Aventura<\/em> nicht nur auf meine eigenen, m\u00fchevoll errungenen Erfahrungen, sondern ist auch stark beeinflusst von den vielen n\u00fctzlichen Informationen, die ich aus den Umfragen gewonnen konnte und von den Begegnungen mit hunderten von Teilnehmern meinen Rallyes.<\/p>\n<p>Um zu einer L\u00f6sung zu kommen habe ich also versucht, meine eigenen Ansichten mit den Lebensweisheiten von hunderten von Langfahrtenseglern zu verbinden, welche ihre Ansichten zu den essentiellen Merkmalen einer Cruising Jacht gro\u00dfz\u00fcgig mit mir teilten.<\/p>\n<p>Die Ansichten unterschieden sich enorm, aber es gab einen Punkt, in dem sich alle einig waren: Die Entscheidung f\u00fcr ein Boot f\u00fcr Hochseereisen ist von h\u00f6chster Bedeutung, weshalb die endg\u00fcltige Entscheidung nicht leichtgenommen werden sollte. Leider sind viele der momentan produzierten Boote nicht wirklich geeignet oder gut ausgestattet f\u00fcr eine lange Reise und ganz bestimmt nicht eine solche Reise, wie sie mir vorschwebte. Daher meine Entscheidung, es selbst zu konzipieren.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne und das Konzept meines neuen Bootes weckten ein gro\u00dfes Interesse und mir wurden viele Fragen dazu gestellt.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Warum Aluminium?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> <a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/previous-aventuras\/#Aventura1\">Die erste <em>Aventura<\/em><\/a> war ein stabiles und gut gebautes GFK Boot, das 1977 drei Stunden lang auf einem Riff in den Caicos Inseln auf Grund lag, wobei es mit nur oberfl\u00e4chlichen Kratzern davonkam. Sie hatte mir gut gedient w\u00e4hrend meiner ersten Weltumsegelung, aber f\u00fcr <a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/previous-aventuras\/#Aventura2\">mein n\u00e4chstes Boot<\/a> (Stapellauf 1987) entschied ich mich f\u00fcr ein Stahlboot. In erster Linie deshalb, weil ich, mal wieder, vorhatte, einige abgelegene Orte zu erforschen und davon \u00fcberzeugt war, dass ein Metall Boot f\u00fcr diese Zwecke besser geeignet war. Im Endeffekt wurde mir bewusst, dass Metall zwar tats\u00e4chlich die richtige Wahl war, jedoch die ordentliche Instandhaltung eines Stahlrumpfes ein Alptraum sein konnte. Offensichtlich h\u00e4tte ich auf meinen Freund Erick Bouteleux h\u00f6ren und mich f\u00fcr Aluminium entscheiden sollen, so wie er es gemacht hatte.<\/p>\n<p>Die darauffolgenden 13 Jahre brachte mich meine <a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/previous-aventuras\/#Aventura3\"><em>Aventura III<\/em><\/a>, eine OVNI 43 aus Aluminium (Stapellauf 1998), um die ganze Welt einschlie\u00dflich in die Antarktis und nach Alaska und ich wurde g\u00e4nzlich von Aluminium als Rumpfmaterial \u00fcberzeugt. Einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile an Aluminium verglichen mit allen anderen Bootsbaumaterialien ist, dass Aluminium auf nat\u00fcrliche Art eine d\u00fcnne aber best\u00e4ndige Oxidschicht auf ungesch\u00fctzten Stellen bildet, welche weitere Oxidation verhindert. Aluminium Oxid ist undurchl\u00e4ssig und haftet, anders als die Oxidschichten anderer Metalle, fest am Grundmetall. Wird es besch\u00e4digt, repariert sich die Oxidschicht unmittelbar von selbst.<\/p>\n<p>Ich muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Rumpf der <em>Aventura<\/em> sowie jeder andere \u201cAluminium\u201d-Rumpf, nicht aus purem Aluminium, sondern einer Legierung gebaut ist. Im Bootsbau enthalten diese Magnesium. Diese Legierungen haben eine exzellente Haltbarkeit im Seewasser.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Warum einen unlackierten Rumpf?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Ebenso wie bei meinem vorherigen Boot, war es meine Priorit\u00e4t, nicht nur ein starkes, sondern auch ein funktionelles Boot. Und meiner Meinung nach ist nichts funktioneller und wartungsfreier als ein unlackierter Rumpf.<\/p>\n<p>Einer der gr\u00f6\u00dften Vorteile eines unlackierten Aluminiumrumpfes, vor allem f\u00fcr diejenigen von uns, die nicht ein Boot kaufen, um damit in der Marina zu sitzen, sondern raus zum Segeln damit gehen, ist, dass man aufh\u00f6ren kann, sich dar\u00fcber Sorgen zu machen, ob das \u00dcberwasserschiff sch\u00f6n gl\u00e4nzt. Die meisten Bootseigner werden sicherlich mit mir darin \u00fcbereinstimmen, dass diese sch\u00f6nen \u00dcberwasserschiffe einem Sorgen machen k\u00f6nnen, wenn man mit ruppigen Hafenanlagen oder Rankenfu\u00dfkrebs \u00fcbers\u00e4ten Pf\u00e4hlen zusammenkommt oder ungenierte Beamten an Bord kommen, die gerne l\u00e4ngsseits ohne Fender gegen den eigenen Rumpf rumpeln.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir in der Antarktis waren, war es quasi unvermeidbar, mit Eisbrocken zusammen zu sto\u00dfen. Und w\u00e4hrend wir ohne Kratzer davonkamen, haben Freunde von uns auf ihren zwei Glasfaserbooten deutlich schlechter abgeschnitten.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Warum ein Schwert?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Gute Frage! Eine der ersten Fragen lautet immer, wie sicher es sei, auf einem Boot ohne Kiel zu segeln. Nachdem ich jedoch zweimal durch die Drakestra\u00dfe in die Antarktis gesegelt bin, beide male auf einem Schwertboot, und bei wenigstens zwei Gelegenheiten Winde um die 60 Knoten mit einem entsprechenden Wellengang hatte, kann ich jegliche Zweifel bez\u00fcglich der Stabilit\u00e4t zerstreuen.<\/p>\n<p>Dank eines internen Blei Ballasts von 3,5 Tonnen und einer Verdr\u00e4ngung von 9 Tonnen war meine vorherige <em>Aventura<\/em> genauso stabil wie jede traditionell entworfene Jacht. Ich m\u00f6chte betonen, dass beide vorhergegangenen <em>Aventuras<\/em> und ihr Nachfolger ein fest eingebautes Schwert haben, was bedeutet, dass wenn das Schwert hochgezogen ist, es g\u00e4nzlich in den Rumpf zur\u00fcckgezogen ist.<\/p>\n<p>Es gibt viele Vorteile bei einem Schwert, nicht nur den geringen Tiefgang. Die Hauptaufgabe des Schwertes ist es, Auftrieb zu erzeugen, wenn man hart am Wind segelt und ein Abdriften nach Lee zu verhindern, wenn man Raumwind segelt. Mit dem Schwert ganz unten hatte mein vorheriges Boot 2,4 Meter Tiefgang und konnte fast genauso viel H\u00f6he laufen wie die meisten anderen Fahrtenboote, zumindest, wenn man es anst\u00e4ndig segelte. Mit anst\u00e4ndig segeln meine ich, dass die Segel vor allem hart am Wind gut getrimmt sind, also eine gute Geschwindigkeit gefahren werden kann und zu viel Kr\u00e4ngung vermieden wird, um zu viel Abdrift zu vermeiden. Mit einem Tiefgang von 2,8 Metern bei heruntergelassenem Schwert, erbrachte die neue <em>Aventura<\/em> sogar noch bessere Leistungen als ihre Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Mit einer gewissen Segeltechnik kann man nicht nur Amwind sondern auch auf Vorwind effektiv mit einem Schwert segeln. Vor allem auf Vorwind macht sich das Schwert positiv bemerkbar, da es einem erlaubt, die vom Wasser benetzte Fl\u00e4che zu verringern. Auch die Tatsache, dass man das Schwert nach und nach hochziehen kann, wenn der Wind immer weiter von achterlich einf\u00e4llt, und man es schlie\u00dflich ganz oben hat, ist ein enormer Vorteil, da das Risiko des Querschlagens damit nahezu ausgeschlossen wird.<\/p>\n<p>Da der Kiel fehlt, welcher in einer potenziellen Querschlag-Situation als Drehpunkt fungieren w\u00fcrde, macht das Boot in einer solchen Situation keinen Sonnenschuss, welchen ein Kielboot machen w\u00fcrde. Dies ist eine Eigenschaft, um die ich schon viele Male dankbar war und die mir erlaubt hat, den Spinnaker l\u00e4nger zu fahren, als ich es andernfalls gemacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Beim Motoren in ruhigem Wasser ist das Schwert f\u00fcr Gew\u00f6hnlich hochgezogen, wobei die reduzierte benetzte Oberfl\u00e4che ein mehr an 0,3 bis 0,5 Knoten Geschwindigkeit bewirkt.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Warum befinde ich einen geringen Tiefgang als so wichtig?<\/strong><\/p>\n<p>In allen Umfragen, die sich auf das Thema Tiefgang bezogen haben, waren sich alle darin einig, dass ein fixierter Kiel das Beste f\u00fcr eine Ozean Passage sein mag, ein geringer Tiefgang beim Fahrtensegeln jedoch nicht nur ideal ist, um Orte zu erkunden, zu denen andere Boote gar nicht gelangen, sondern auch ein Sicherheitsaspekt ist, weil er einem erlaubt, sich an gesch\u00fctzten Stellen zu verstecken, wenn man in einem Notfall einen Unterschlupf braucht.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist auch f\u00fcr mich einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr ein Schwert der, mir meine Optionen beim Segeln offen zu halten. Ein Boot zu haben, dessen Tiefgang sofort verringert werden kann, ist ein riesen Vorteil. Die Tatsache, dass die meisten Schwertboote einen flachen Rumpf haben, bedeutet, dass sie, wenn das Schwert ganz hochgezogen ist, auf jedem Strand Trockenfallen k\u00f6nnen. Sobald die Ebbe kommt, setzt sich das Boot angenehm auf Grund und, da die H\u00f6he der Heckplattform weniger als einen Meter \u00fcber dem Boden ist, l\u00e4sst es sich sehr einfach mit der Schwimmleiter ein- und aussteigen. Wir sind viele Male trockengefallen. Einmal, um zwischen zwei Gezeiten w\u00e4hrend dem Segeln im Chile Kanal schnell eine Antifouling Schicht aufzutragen. Ein anderes Mal, um in einer flachen Bucht in Alaska den Grizzlyb\u00e4ren beim Lachsfischen zuzusehen.<\/p>\n<p>Ein anderer Vorteil am Schwert liegt darin, dass man es als <em>sounding board<\/em> verwenden kann, wenn man in eine unbekannte flache Ankerbucht einl\u00e4uft. Dies ist eine Technik, die mir ein alter Freund beigebracht hat und mir eine neue Bedeutung des Begriffs \u201e<em>sounding board<\/em>\u201c gezeigt hat.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Warum haben Sie keine windbetriebene Selbststeueranlange auf der neuen Aventura?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Der Hauptgrund ist der Heckbogen, der es unm\u00f6glich macht einen Windfl\u00fcgel effektiv zu nutzen. Au\u00dferdem ist die <em>Aventura<\/em> ein Expeditionsboot, wobei es absolut notwendig ist, jederzeit einen ganz akkuraten Kurs zu steuern. In einer solchen Situation leistet ein Autopilot bessere Arbeit als ein Windfl\u00fcgel.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00f6chte ich betonen, dass der gr\u00f6\u00dfte Vorteil, den ein Windfl\u00fcgel zu bieten hat, n\u00e4mlich, dass er ohne Energieverbrauch steuert, nicht n\u00f6tig ist auf <em>Aventura<\/em>, da so viel erneuerbare Energie durch den Wind \u2013 und Wassergenerator und die Solarpanels erzeugt wird, dass der Autopilot ohne Probleme arbeiten kann.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Wie anf\u00e4llig sind die Ruder bei einer Kollision?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Die Ruder sind eine stabile Aluminium Konstruktion, welche von Skegs unterst\u00fctzt wird. Eine geniale L\u00f6sung wurde f\u00fcr den Fall gefunden, dass die Ruderbl\u00e4tter bei einer frontalen Kollision nach oben gedr\u00fcckt werden und unter Umst\u00e4nden den Rumpf besch\u00e4digen oder gar durchsto\u00dfen k\u00f6nnten: Der obere Teil der Ruderbl\u00e4tter besteht aus einer Quetschzone aus leichtem Material. Sollten die Ruderbl\u00e4tter in einer Kollision nach oben gedr\u00fcckt werden, w\u00fcrde sich dieser Bereich der Ruder zerknauschen und zusammendr\u00fccken, ohne dabei den Rumpf selbst zu besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Diese spezielle Eigenschaft wurde unfreiwillig getestet alswir mit dem Vorsprung eines Eisberges unter Wasser zusammen stie\u00dfen, w\u00e4hrend wir durch die Nordwest Passage segelten. Der Aufprall war so hart, dass es mich im Cockpit umgeworfen hat. Erst zwei Wochen sp\u00e4ter habe ich den Schaden vom Dinghi aus entdeckt. Die Quetschzone hatte ihren Job getan und der Schaden war rein oberfl\u00e4chlich. Die <em>Aventura<\/em> konnte in dieser Form noch bis zur\u00fcck zur Bootswerft in Cherboug weitersegeln, wo das Ruderblatt schlie\u00dflich abmontiert und die Quetschzone erneuert wurde.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Welche Vorkehrungen gibt es f\u00fcr einen Steuerausfall?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> <em>Aventura<\/em> ist nicht mit einer Standard Notpinne ausgestattet. Aus dem einfachen Grund, dass sie zwei Ruder hat, die beide mit einem unabh\u00e4ngigen Steuermechanismus ausgestattet sind. Im Notfall dauert es nur ein paar Minuten, um die Verbindung zwischen beiden Rudermechanismen zu l\u00f6sen. In Folge dessen k\u00f6nnen die Ruder unabh\u00e4ngig voneinander benutzt werden: Jedes Steuerrad kann jedes Ruder f\u00fchren. Des Weiteren hat die <em>Aventura<\/em> zwei unabh\u00e4ngige Autopiloten, von denen wiederum jeder jedes der Ruder steuern kann (wie im oben beschriebenen Zusammenhang).<\/p>\n<p>All dies zeigt, dass die <em>Exploration 45<\/em> kein gew\u00f6hnliches Boot ist, sondern speziell f\u00fcr Langfahren konzipiert wurde und zwar ein sichereres als irgendein anderes Boot auf dem Markt. Die Notfall-Steuer-Vorkehrungen sind dabei ein wesentlicher Bestandteil. Braucht ein solches Boot tats\u00e4chlich eine Notpinne?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es eine Einrichtung f\u00fcr eine Notpinne f\u00fcr diejenigen, die gerne eine h\u00e4tten. Auf der Heckplattform befindet sich eine universelle Halterung, in die man eine Notpinne von <em>Windpilot<\/em> stecken k\u00f6nnte, einer deutschen Firma, welche die Selbststeuerungsanlage <em>Windpilot<\/em> entwirft. Diese universelle Halterung kann ebenso f\u00fcr den <em>Sail-Gen<\/em> Wassergenerator oder f\u00fcr einen Au\u00dfenboarder im Notfall genutzt werden.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>In Ihrem Buch \u201c<a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/publications\/a-passion-for-the-sea\/\">Sehnsucht nach der See<\/a>\u201d beschreiben Sie das Rigg der Aventura III als perfekt. Falls dem so war, warum gab es einige \u00c4nderungen beim Rigg f\u00fcr das neue Boot?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Die Boote unterscheiden sich in einigen Aspekten enorm voneinander:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/previous-aventuras\/#Aventura3\"><em>Aventura III<\/em><\/a> hatte ein Masttop Rigg, lineare Salinge und ein Yankee (hochgeschnittene Fock)-Stagsegel. Somit war es ein ordentliches Kutter Rigg und Yankee und Stagsegel haben effektiv zusammen gearbeitet.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Zugest\u00e4ndnis, das ich machen musste, als wir das neue Rigg der <em>Aventura<\/em> mit dem Designer und Bootsbauer besprachen, war, dass ich auf ein Kutter Rigg zugunsten eines Solent Fock\/Stagsegel Konstellation verzichtete. Auf meinem vorherigen Boot hatte die Yankee-Stagsegel Kombination gut funktioniert.<\/p>\n<p>Hart am Wind zu segeln ist die gr\u00f6\u00dfte Schwachstelle eines Schwertbootes. Und genau hier macht sich eine flach geschnittene Fock als Vorteil bemerkbar. Die aktuelle <em>Aventura<\/em> hat ein getakeltes (7\/8) Rigg und nach hinten gerichtete Salinge, eine Solent Fock (tief geschnittenes, relativ flaches Segel) und ein Stagsegel, das alleinig als Starkwindsegel genutzt werden kann. Dieses ist nicht daf\u00fcr gedacht, es zusammen mit den anderen Segeln zu fahren wie auf einem Kutter, auch wenn ich das gelegentlich ausprobiert habe, sondern ist f\u00fcr gew\u00f6hnlich aufgerollt.<\/p>\n<p>Luv-Performance ist definitive eine potentielle Schw\u00e4che eines Schwert Bootes mit relative flachem Rumpf. Mit gut getrimmten Segeln und dem ganzen Schwert unten, haben wir es trotzdem geschafft bis zu 35 Grad an den Wind heranzukommen. Bei einem Testsegeln im Hafen von Cherbourg, bei 25 bis 28 Knoten, mit einem Stagsegel und zwei Reffs im Gro\u00dfsegel haben wir sogar 9,5kn Speed geschafft. Dabei muss ich zugeben, dass sie noch nicht vollst\u00e4ndig ausgestattet war, zumindest aber der Treibstoff- und Wassertank war voll. Das bedeutete, dass wir eine der Spezialeinrichtungen der <em>Aventura<\/em> testen konnten, indem die zwei Transfer Pumpen ann\u00e4hernd eine Tonne Gewicht auf die Luvseite bringen konnten.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Wie umweltfreundlich ist Ihre neue Aventura?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> Einer der wichtigsten Punkte f\u00fcr mich war es, eine m\u00f6glichst geringe CO2 Bilanz zu erreichen. Zu meiner gro\u00dfen Entt\u00e4uschung war es mit nicht m\u00f6glich, den urspr\u00fcnglichen Plan eines Hybridantriebs umzusetzen. (Ich selbst fahre einen Toyota Prius und bin begeistert davon.) Es war unm\u00f6glich, denn die wenigen Hybridantriebe, die f\u00fcr den maritimen Gebrauch entwickelt worden sind, waren einfach nicht passend f\u00fcr die Art von Reise, die ich vorhatte.<\/p>\n<p>Keines meiner vorherigen Boote hatte einen Dieselgenerator und so auch die <em>Aventura<\/em> nicht. Stattdessen decke ich den Energiebedarf mit erneuerbaren Energien. Die Kombination aus einem <em>D400<\/em> Windgenerator, <em>Sail-Gen<\/em> Wassergenerator und einer 140 Watt Solar Panele hat unseren Bedarf an Energie auf allen Offshore Passagen gedeckt.<\/p>\n<p>Dies wurde bewiesen, als wir auf unserer letzten Etappe von Gr\u00f6nland nach England Probleme mit unserer Maschine hatten und darauf angewiesen waren, dass uns die oben erw\u00e4hnte Ausr\u00fcstung mit ausreichender Energie versorgen w\u00fcrde, was perfekt geklappt hat.<\/p>\n<p>\u00a0Des Weiteren wird zum Schutz der Umwelt sowohl das Grau- als auch das Schwarze Wasser mit einem Elektroscan S\u00e4uberungs-System behandelt, ehe es abgeleitet wird.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Was sind die Haupt-Sicherheits-Einrichtungen auf der neuen Aventura?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> In erster Linie die Art, wie das Boot gebaut wurde. Der Rumpf ist extrem stabil und mit zwei wasserfesten Schotten versehen. Sicherheit und Komfort spielten eine wichtige Rolle beim Design der <em>Aventura<\/em>. So etwa beim Navigationstisch, der mit 270 Grad Rundumblick und Kontrolle \u00fcber die Maschine und die Steuerung ausgestattet ist oder der gesch\u00fctzten Stelle im vorderen Teil des Cockpits f\u00fcr die Wache.<\/p>\n<p>Es gibt einige eingebaute Backup Systeme, wie beispielsweise die Doppel-Ruder-Konfiguration. Wegen meines Insistierens auf Sicherheit und der M\u00f6glichkeit einer Kollision mit Eis wurden die vorgeschlagenen Komposit-Ruder durch Aluminium Ruder ersetzt, welche von Skegs gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden habe ich den vorgeschlagenen Saildrive Antrieb abgelehnt und mich stattdessen f\u00fcr den traditionellen Propeller entschieden. Genauso habe ich den standardm\u00e4\u00dfig fixierten Propeller zwar f\u00fcr die Nordwest Passage behalten, sp\u00e4ter jedoch mit einem Faltpropeller ersetzt.<\/p>\n<p>Auch der Tagestank f\u00fcr den Sprit kann als Sicherheitsma\u00dfnahme betrachtet werden. Ich hatte einen auf jedem meiner vorherigen Boote und betrachte ihn als unabdingbar f\u00fcr jedes Langfahrtenboot.<\/p>\n<p>Um das Zu-Wasser-Lassen der Rettungsinsel zu erleichtern, ist diese in einem speziellen Fach untergebracht, von wo aus sie einfach \u00fcber die Heckplattform gezogen und ins Wasser geworfen werden kann. Daneben, in einem eigenen Fach, ist eine gro\u00dfe Doppelspule f\u00fcr den Heckanker und Heck Mooring-Leinen.<\/p>\n<p class=\"faq\"><strong>Viele Boote aus der Produktion haben keine gem\u00fctlichen Einmann-Kojen. Ist dies auch der Fall auf der neuen Aventura?<\/strong><\/p>\n<p><em>Jimmy Cornell:<\/em> \u00dcber die Innenausstattung wurden sich viele Gedanken gemacht. Ich habe dem Designer gesagt, dass ich so viele bequeme Kojen haben m\u00f6chte, wie er irgend m\u00f6glich in ein 45 Fu\u00df Boot packen k\u00f6nne. Als Folge davon hat die <em>Aventura<\/em> zwei Doppelkabinen, ebenso wie vier Einzelkojen, zwei in der hinteren Steuerbord Kabine und zwei auf der Backbordseite im Salon.<\/p>\n<div class=\"morelinks margin-top-large\"><strong>Mehr Informationen \u00fcber Aventura:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/about-aventura\/\">Technische Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/exploration-45-konzept-besonderheiten\/\">Konzept und Besonderheiten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<hr class=\"margin-top-large\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"description\"><a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/about-us\/the-team\/#JimmyCornell\">Jimmy Cornell<\/a> beantwortet Fragen \u00fcber <a href=\"http:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/about-aventura\/\">Aventura IV<\/a> Konzept, speziellen Features und extra Ausstattung<\/p>\n<p class=\"box\">Aventura IV is an Exploration 45, a revolutionary long distance cruising yacht built by Garcia Yachting to Jimmy\u2019s &#8230;<\/p>\n<p><span class=\"button\"><a href=\"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/aventura\/haeufig-gestellte-fragen-exploration-45\/\">Read more<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":9391,"menu_order":45,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"class_list":["post-38938","page","type-page","status-publish","hentry","odd"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/38938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38938"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/38938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57403,"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/38938\/revisions\/57403"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cornellsailing.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}